SBTi-Ziele
Die Science Based Targets initiative bietet Unternehmen zwei Methoden zur Festlegung von Emissionsreduktionszielen. SBTi unterscheidet ausserdem zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen. Die Grösse und Art des Unternehmens bestimmen, welches Szenario gewählt werden sollte.
Absolute Contraction Approach (ACA)
Bei der ACA-Methode wird eine prozentuale Reduktion für alle Aktivitäten des Unternehmens berechnet, was zu einem linearen Reduktionspfad führt. Jedes Unternehmen muss seine Emissionen im selben Ausmass reduzieren.
Wer kann die ACA-Methode anwenden ?
Alle Unternehmen mit Ausnahme derjenigen, die im Bereich der fossilen Brennstoffe tätig sind, können Ziele mithilfe der ACA-Methode festlegen.
Wie werden die Ziele berechnet ?
Kurzfristige Ziele: Die Unternehmen müssen ihre Gesamtemissionen bis 2030 linear um 42 % senken.
Langfristige Ziele: Die Unternehmen müssen ihre Gesamtemissionen bis 2050 im Vergleich zum Basisjahr um 90 % senken.
Sectoral Decarbonization Approach (SDA)
Der Reduktionspfad der SDA-Methode hängt vom Industriesektor ab, in dem das ein Unternehmen tätig ist. Sie berücksichtigt die individuellen Herausforderungen bei der Reduzierung von Emissionen in den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens, wie z. B. Energie oder Transport.
Wie werden die Ziele berechnet ?
Die SDA-Methode berechnet Intensitätsziele (Emissionen pro Aktivitätseinheit, z. B. tCO2 pro kWh erzeugter Energie). Sobald der richtige Sektor identifiziert wurde, werden die Ziele so berechnet, dass sie im Laufe der Zeit zu einem sektorspezifischen Reduktionspfad konvergieren.
Wer kann die SDA-Methode anwenden ?
Derzeit kann die SDA-Methode in folgenden Bereichen angewendet werden* :
- Luftfahrt
- Gebäude
- Zement
- Finanzielle Institutionen
- Wälder, Land und Landwirtschaft (FLAG)
- Landtransport
- Seetransport
- Stahl
- Bekleidung und Schuhe
- Chemikalien
Darüber hinaus wird die Methode für die folgenden Sektoren entwickelt* :
- Öl und Gas
- Energie
* zuletzt aktualisiert am 05.01.2026